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Weltgesundheitstag

Ein bedeutender Tag einer noch bedeutenderen Organisation.

Die Gesundheit der Welt – ein schützenswertes Gut.

©showcake – stock.adobe.com

Genf am 07.April 1948. Die Weltgesundheitsorganisation WHO wird gegründet. Ihr Ziel: die Bekämpfung von Erkrankungen und das physische, geistige und soziale Wohlergehen aller Menschen. Sie definiert Standards und Normen für den Gesundheitsbereich und informiert die Gesundheitspolitik. Mittlerweile sind 194 Mitgliedsstaaten beteiligt. An ihre Gründung wird jährlich am 07. April erinnert – am Weltgesundheitstag. 

Weltgesundheitstag

Jedes Jahr feiert die WHO den Weltgesundheitstag und lenkt die globale Aufmerksamkeit auf ein aktuelles Gesundheitsthema. Eine Liste der Weltgesundheitstage finden Sie hier.

Das diesjährige Motto im Kontext Wissenschaft und Gesundheit Together for health. Stand with science. feiert die Stärke multiperspektivischer wissenschaftlicher Kollaborationen und deren Erkenntnisse für die Praxis, um die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und unseres Planeten zu schützen.

Damit ist der Weltgesundheitstag 2026 für uns von besonderer Bedeutung. Er spiegelt die wesentlichen Facetten des Leibniz Lab Pandemic Preparedness wider: die transdisziplinär Zusammenarbeit der Institute in ihren Forschungsschwerpunkten zur Sicherung von Gesundheit. 

Neben ihren vielen lebensrettenden Projekten stellt die WHO bedeutende globale Bemühungen der Pandemieprävention an. Allen voran der Internationale Vertrag zur Pandemieprävention und -vorsorge – oder kurz der WHO-Pandemievertrag. 


Letztes Jahr berichtete Philipp Kohlhöffer bereits über den WHO-Pandemievertrag. Damals haben die 194 WHO-Mitgliedsstaaten den Vertrag angenommen.


Das Ergebnis der Verhandlungen aller 194 Mitgliedsstaaten bei der 78. Weltgesundheitsversammlung im Mai 2025 ist einsehbar: 

Das Abkommen des globalen Pandemievertrags der WHO. Wie in Paragraph 9 zu lesen, wird eine regierungsübergreifende Arbeitsgruppe einberufen, um über das Pathogen Access and Benefit Sharing System (ein System für den Zugang zu Pathogenproben und Gensequenzdaten) zu verhandeln.

Aber noch ist nichts entschieden. Es wird zurzeit noch über das sogenannte Pathogen Access and Benefit Sharing System (kurz PABS) verhandelt und die Länder müssen den Vertrag dann letztendlich noch unterschreiben und ratifizieren. Erst dann wird der WHO-Pandemievertrag rechtsverbindlich. Das nächste große Update zum WHO-Pandemievertrag kann im Mai 2026 zur 79. Weltgesundheitsversammlung erwartet werden. Dort soll die einberufene regierungsübergreifende Arbeitsgruppe Ergebnisse zu den Verhandlungen zum PABS vorlegen. 

Eine Entscheidung hat dem Prozess dabei nicht geholfen. 

„Oh, that's a big one.“

Die Worte des US-Präsidenten Donald Trump als ihm die Dokumente zum Austritt der USA aus der WHO vorgelegt wurden. 

Der Austritt der USA aus der WHO hat weitreichende negative Konsequenzen für das Budget und die Hilfsprogramme der WHO, den Multilaterismus und sogar für die USA selbst.

Angesichts der globalen Pandemieprävention gibt der Austritt der USA Anlass zur Sorge. Das sieht auch Prof. Dr. Jürgen Richt, Direktor des Center of Excellence for Emerging and Zoonotic Animal Diseases (CEEZAD), Direktor des NIH-COBRE-Zentrums für neu auftretende und zoonotische Infektionskrankheiten (CEZID) und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Leibniz Lab Pandemic Preparedness so: „The U.S. withdrawal from the World Health Organization raises concern from a public health perspective, especially given the importance of international coordination for pandemic preparedness and response.“

Wie sich das auf Forschungskooperationen, Frühwarnsysteme oder die Verteilung von medizinischen Ressourcen im Krisenfall auswirken wird, wird sich erst noch zeigen. Jedoch zeichnen sich jetzt schon Herausforderungen ab. 

Bilaterale Abkommen der USA erschweren multilaterale Verhandlungen des PABS

Mehr dazu hier.

Aber eines steht fest. Es läuft besser, wenn wir uns an Folgendes halten:

Together for health. Stand with science.

Axel Langner

Axel Langner ist Kommunikator am Leibniz Lab und hat einen Hintergrund in den Life Sciences und der Bildungsforschung.

Veröffentlicht
07. April 2026
Kategorie
Stories
Social

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